Aktualisiert

Was kostet ein Voicebot?

Die Spanne reicht über den Faktor 150 — hier ist, was sie erklärt.

Voicebots kosten zwischen 40 € und über 7.000 € im Monat. Die Spanne erklärt sich nicht durch Qualität, sondern durch die Zielgruppe: Lösungen für kleine Betriebe liegen bei 40 bis 660 € im Monat (VITAS ab 40 € bei Jahreszahlung, fonio.ai ab 99 €, CallOne 89 bis 659 €), Plattformen für Konzerne bei 2.750 bis 7.350 € plus 800 bis 1.200 € Einrichtung (tenios). Dazu kommt: Die großen Enterprise-Anbieter — Parloa, Cognigy, VIER, Sikom, novomind, babelforce und die Telekom — veröffentlichen überhaupt keine Preise. Abgerechnet wird entweder je Minute oder je Konversation, was die Rechnung völlig unterschiedlich aussehen lässt.

67%
Ersparnis mit Vokaro
2.813€
pro Jahr gespart

Was ist Voicebot?

Voicebot, Sprachdialogsystem und KI-Telefonassistent bezeichnen im Markt teils dasselbe, teils sehr verschiedene Dinge. Der Preis hängt weniger an der Technik als daran, für wen das Produkt gebaut ist — und ob Sie einen fertigen Dienst kaufen oder eine Plattform, auf der Ihre Dialoge erst entwickelt werden müssen.

Preisvergleich: Voicebot

Für kleine Betriebe, je Konversation

VITAS/telefonassistent.de: FLEX 40 €, BASIC 98 € mit 500 Konversationen, PLUS 245 € mit 1.500 — jeweils bei Jahreszahlung, danach 0,25 bis 0,28 € je Konversation. Als Konversation zählen dort auch Chats und SMS (Anbieterpreisseite 2026, netto)

40-245€/Monat

Für kleine Betriebe, je Minute

CallOne-Konfigurator: 89 € mit 300 Minuten, 259 € mit 1.000, 659 € mit 3.500, dazu 99 € einmalige Startgebühr und 0,12 bis 0,18 € je Zusatzminute. fonio.ai: Solo 119 €, Team 359 €, Scale ab 599 € im Monat (netto)

89-659€/Monat

Enterprise-Plattform

tenios als einziger Enterprise-Anbieter mit offener Preisliste: 2.750 € mit 6.000 Minuten, 4.120 € mit 18.000, 7.350 € mit 45.000; Zusatzminuten 0,16 bis 0,46 €. Die Einrichtung ist ausdrücklich als Personentage für Dialog-Design, API- und Telefonie-Anbindung ausgewiesen (netto)

2750-7350€/Monat
+ 800-1.200 € Implementierung Setup

Preis nur auf Anfrage

Parloa, Cognigy, VIER, Sikom, novomind, babelforce und die Conversational AI Suite der Telekom veröffentlichen keine Preise — durchweg Demo- oder Kontaktformular. BOTfriends nennt immerhin Untergrenzen: Pilot ab 500 €, Plattform ab 3.000 € im Monat

0€/Monat

Versteckte Kosten

Die Einrichtung ist Projektarbeit, keine Gebühr

Bei Plattformlösungen ist der Setup-Posten kein Verwaltungsaufwand, sondern bezahlte Entwicklungszeit. tenios weist ihn offen als Personentage für Dialog-Design, API- und Telefonie-Anbindung aus und legt drei bis acht Expertentage bei. Wer eine Plattform kauft, kauft ein Projekt — mit allem, was das an Zeit auf Ihrer Seite bedeutet.

Typisch: 800-1.200 € plus Ihre eigene Zeit

Minute oder Konversation — das ändert die Rechnung

Bei Minutenabrechnung kostet ein langes Gespräch mehr, bei Konversationsabrechnung kostet es dasselbe wie ein kurzes. Umgekehrt zählen bei manchen Anbietern auch Chats und versendete SMS als Konversation. Rechnen Sie beide Modelle mit Ihren eigenen typischen Gesprächslängen durch, bevor Sie den Stückpreis vergleichen. Mehrere Anbieter berechnen zudem jede angefangene Minute.

Typisch: bis Faktor 2 Unterschied

Anbindungen als eigene Monatsposten

Integrationen werden bei Plattformanbietern oft getrennt berechnet. Im CallOne-Konfigurator kostet allein die Anbindung an einen Praxiskalender 99 € im Monat, eine Echtzeit-Schnittstelle 49 € plus 0,019 € je Anruf, die Gesprächsaufzeichnung weitere 99 €. Der Listenpreis der Lizenz ist damit selten der Endpreis.

Typisch: 49-99 € je Anbindung

Was ein großes Sprachdialogsystem wirklich kostet

Öffentliche Ausschreibungen machen die Größenordnung sichtbar, die im Enterprise-Segment sonst nicht veröffentlicht wird. Die Charité schrieb 2021 eine Voicebot-Software mit einem Auftragswert von 660.000 € netto aus; der AVV Augsburg vergab einen Chatbot mit Voicebot-Optionen für 177.040 €; die Hamburger Hochbahn verlängerte die Wartung ihres Sprachdialogsystems für rund 86.700 € über zwei Jahre — mit der Begründung, dass nur der ursprüngliche Anbieter Quellcode und Schnittstellenwissen besitzt. Das ist die Kehrseite eines individuell gebauten Systems.

Typisch: 86.700 € bis 660.000 €

Gesamtkosten (TCO)

Voicebot (Durchschnitt)

4.200€/Jahr

Voicebot im KMU-Segment: rund 259 € im Monat für ein mittleres Paket plus einmalige Startgebühr und eine Anbindung

Vokaro

1.387€/Jahr

Vokaro: 99 € im Monat mal zwölf plus 290 € Einrichtung, Anbindung inklusive

2.813€ Ersparnis pro Jahr (67%)

Voicebot lohnt sich wenn…

  • Sie haben klar abgegrenzte, häufig wiederkehrende Anliegen
  • Das Anrufvolumen rechtfertigt Einrichtungsaufwand
  • Es gibt jemanden, der die Dialoge pflegen kann
  • Bestehende Systeme sollen per Schnittstelle angebunden werden

Voicebot lohnt sich nicht wenn…

  • Sie wollen in Tagen live gehen, nicht in Wochen
  • Niemand im Haus kann Dialoge entwerfen und pflegen
  • Das Anrufvolumen ist für Enterprise-Paketpreise zu klein
  • Sie brauchen vor allem Terminvereinbarung, nicht Prozessautomatisierung

Häufige Fragen

Warum veröffentlichen so wenige Anbieter ihre Preise?

Weil im Enterprise-Segment fast alles projektbezogen kalkuliert wird. Parloa, Cognigy, VIER, Sikom, novomind, babelforce und die Telekom nennen auf ihren Seiten keine Zahl, sondern ein Kontaktformular. Für einen kleinen Betrieb ist das schon eine Antwort: Wer Preise erst nach einem Vertriebsgespräch nennt, kalkuliert nicht für Betriebe Ihrer Größe.

Was ist der Unterschied zwischen Voicebot und KI-Telefonassistent?

Sprachlich keiner, wirtschaftlich ein großer. Voicebot-Plattformen verkaufen die Fähigkeit, Dialoge zu bauen — die Dialoge selbst entstehen im Projekt. Ein Telefonassistent für kleine Betriebe kommt mit fertigen Abläufen für einen bestimmten Zweck. Der Preisunterschied ist vor allem ein Unterschied darin, wer die Arbeit macht.

Was kostet ein Voicebot für die Arztpraxis?

Doctolib veröffentlicht als einziger großer Anbieter in diesem Segment ausreichend Zahlen für eine Ableitung: Das Paket Patientenmanagement kostet 229 € im Monat je Ärztin oder Arzt, ohne KI-Telefonassistent 139 € — die Telefonassistenz kostet dort also rechnerisch 90 € monatlich je Behandler, brutto bei Jahresabonnement. Das ist eine Ableitung aus zwei veröffentlichten Preisen, keine Listenangabe. Wichtig ist die Abrechnungseinheit: je Behandler, nicht je Praxis.

Lohnt sich ein IVR-Menü statt eines Voicebots?

Ein Tastenmenü ist billiger — die Telekom berechnet für ihr Zusatzpaket Sprachdialogsystem 9,95 € netto im Monat. Es verlangt vom Anrufer allerdings, sein Anliegen vorab in Ihre Kategorien zu übersetzen. Wo die Anliegen vielfältig sind, wird daraus eher eine Warteschleife als eine Lösung.

Was kosten Sie verpasste Anrufe?

Ein grosser Teil der Anrufe bei kleinen Betrieben bleibt unbeantwortet. Berechnen Sie Ihren möglichen Umsatzverlust anhand von Branchendurchschnitten. Illustratives Rechenbeispiel.

Ihre Situation

Wählen Sie Ihre Branche und verpasste Anrufe

Hausverwaltungen

20
1 Anruf50 Anrufe
Illustratives Rechenbeispiel

Ihr jährlicher Umsatzverlust

pro Monat

verlorene Kunden/Jahr

1040

verpasste Anrufe/Jahr

Mit Vokaro

Vokaro/Jahr1.188 €

zzgl. 290 € einmalige Einrichtung

Ersparnis 1. Jahr
ROI (1. Jahr)

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Illustratives Rechenbeispiel auf Basis von Branchendurchschnitten für Hausverwaltung, inkl. einmaliger Einrichtungsgebühr im ersten Jahr. Keine Garantie, tatsächliche Ergebnisse variieren.

Ohne Projekt, ohne Personentage

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